Erklärung
Integrität bedeutet hier: Die Daten entsprechen dem Zustand, den sie zu einem Bezugszeitpunkt hatten. Geprüft wird typischerweise, indem aus den Daten erneut ein Hashwert berechnet und mit dem damals festgehaltenen Wert verglichen wird. Stimmen sie überein, wurden die Daten nicht verändert; weichen sie ab, liegt eine Veränderung vor, deren Ursache zu klären ist.
Bedeutsam ist der Bezugszeitpunkt. Eine Integritätsprüfung bestätigt nur, dass Daten seit diesem Zeitpunkt unverändert sind. Sie sagt nichts darüber, ob sie schon vorher manipuliert waren. Ähnlich verhält es sich bei digitalen Signaturen und Herkunftsangaben (Content Provenance): Sie belegen, dass etwas seit der Signatur unverändert ist und von einem bestimmten Schlüssel stammt.
Typisches Beispiel (schematisch)
Ein E-Mail-Archiv wurde am Tag der Sicherung mit einem Hashwert versehen. Ein Jahr später wird der Wert erneut berechnet und stimmt überein. Ob der Inhalt vor der Sicherung vollständig war, ist damit nicht geklärt.
Bedeutung für Forensik und Ermittlungen
Integritätsprüfungen schaffen Nachvollziehbarkeit über die Zeit. Sie sind ein Baustein, kein Ersatz für Dokumentation und eine vollständige Chain of Custody.
Erkennung und Prävention
Regelmäßige Prüfungen aufbewahrter Daten und eine getrennte Aufbewahrung der Referenzwerte erhöhen die Aussagekraft.
Auch gesucht als Integritätsnachweis, Integrity Check, Unversehrtheitsprüfung, Datenintegrität, Hash-Verifikation, Verifikation