Erklärung
„Synthetische Medien“ ist ein neutraler Oberbegriff. Er beschreibt, dass ein Inhalt nicht (nur) aufgenommen oder von Hand erstellt, sondern durch Modelle erzeugt oder verändert wurde. Dazu zählen ein KI-generiertes Werbebild ebenso wie ein manipuliertes Video oder eine nachgebildete Stimme. Ob ein Inhalt täuschen soll, ist eine Frage der Verwendung, nicht der Technik.
Für die Praxis bedeutet das: Die Frage „Ist das echt?“ lässt sich häufig nicht allein am Inhalt beantworten. Herkunftsinformationen (Content Provenance), Metadaten, der Weg der Datei und der Kontext des Auftauchens sind oft aussagekräftiger. Umgekehrt bedeutet das Fehlen eines Hinweises nicht, dass ein Inhalt echt ist; das gilt etwa für fehlende KI-Wasserzeichen.
Typisches Beispiel (schematisch)
Ein Foto wird in einem Streitfall als Beleg vorgelegt. Eine Untersuchung der Datei kann Hinweise auf Bearbeitung liefern, aber auch bei unauffälligem Befund bleibt die Frage nach Herkunft und Kontext offen.
Bedeutung für Forensik und Ermittlungen
Untersucht werden Dateistruktur, Metadaten (Metadaten), Bearbeitungsspuren, mögliche Herkunftsangaben und der Verbreitungsweg. Der Befund wird nach Möglichkeit so formuliert, was technisch festgestellt wurde, was ein Hinweis ist und was offenbleibt.
Erkennung und Prävention
Für Unternehmen sind Prozesse wichtig, die sich nicht auf die „Echtheit des Eindrucks“ stützen. Dokumentation, Herkunftsnachweise und eine Prüfung über unabhängige Quellen sind belastbarer als die Beurteilung am Bildschirm. Siehe auch Medienkompetenz.
Auch gesucht als Synthetic Media, synthetische Inhalte, KI-generierte Medien, künstlich erzeugte Medien, KI-Inhalte